Mittwoch, 7. April 2010

28. März - 07. April

Besuch von Songard und Bernhard

Nachdem Songard und Bernhard für ein paar Tage hier in Raleigh und Umgebung unsicher gemacht hatten sind wir mit einer ca. 4 stündigen gemütlichen Fahrt für ein verlängertes Osterwochenende in Ashville eingetroffen. Ashville ist ein kleines schönes älteres Dorf in den Appalachen. Wir hatten für das ganze Wochenende Kultur und Wandern geplant.Wir wollten eigentlich am ersten Tag den Mount Mitchell, die höchste Erhebung in North Carolina erklimmen. Doch schon die Anfahrt stellte sich aufgrund der doch "sehr guten" Umleitungsbeschilderung als sehr schwierig heraus. Nach mehreren Versuchen landeten wir dann am Chimney Rock. Da Songard nicht so ganz fit war, erklommen Bernhard und ich die gefühlten 5781 Stufen bis zum Gipfel des Berges (wir hätten ja auch den Aufzug nehmen können), wo wir mit einer sagenhaften Aussicht belohnt wurden. Am nächsten Tag fuhren wir nach Cherokee. Cherokee ist ein Indianerreservat am Süd-West-Zipfels North Carolinas. Da es sich hier um ein Indianerreservat handelt, gelten hier ein wenig andere Regeln wie im restlichen Teil North Carolinas, somit ist hier z.B. noch Glücksspiel erlaubt. Daher findet man hier die unterschiedlichsten Touristen. Die einen, die nur zum Glücksspiel hierher kommen, die zweiten, die kommen um sich die Kultur der Indianer zu sehen, die sich in der Regel auf Indianer Schmuck und andere Souvenirs Made in China beschränken und die die Natur genießen wollen. Wir wollten natürlich ein wenig die Kultur der Indianer sehen, die wir doch sehr schnell abgehandelt hatten sehen und die Natur durch eine kleine Wanderung genießen. Den Einstieg der Wanderung fanden wir auf einem sehr hoch gelegenen Parkplatz der uns zum Appalachian Trail führte. Der Appalachian Trail ist ein Wanderweg, der sich fast an der ganzen Ostküsten bis nach Main hoch zieht und von vielen in einigen Wochen mit Zelt und Rucksack bewandert wird.Da sich Songard immer noch nicht so ganz fit fühlte und wir auch feststellen mussten dass wir doch schon sehr hoch sind und es noch sehr früh im Jahr war, beschränkten wir uns auf eine 4 stündigen Tour, bei warmen Wetter doch noch überwiegend im Schnee bestritten.
Am dritten Tag fuhren wir nach Norden. Da sich Songard immer noch nicht so ganz wohl fühlte beschränkten Bernhard und ich uns auf einen 3 stündigen Rundwanderweg der uns zum Teil wieder auf einem anderen Teil des Appalachian Trails führte. Das war die unglaublichste Wanderung die ich je gemacht habe. Über Stock und Stein und zur Krönung ist uns auch noch ein Hund zugelaufen!!! Nach all den Strapazen haben wir unseren Kurzurlaub in einer sogenannten "Hot Tub" mit herrlicher Aussicht ausklingen lassen.

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