Sonntag, 27. September 2009

Sonntag, 27. September

Skydiving

Ja, ihr habt richtig gelesen skydiving!

Nach langer Planung und einigen wetterbedingten Aufschüben hat es endlich geklappt. Als wir, Brian und ich, hier los fuhren dachten wir noch nicht dass es heute was werden würde. Geschlossene Wolkendecke und der Wetterbericht hatte 40% Regenwahr- scheinlichkeit vorausgesagt. Aber ok, wir versuchen es.
Als wir um 10:30 Uhr am Hangar der Triangle-Skydivers in Louisburg angekommen sind mussten wir uns erst einmal durch was weiß ich wie viele Seiten von "ich Unterschreibe, dass ich gleich sterben werde". Als alle aus unserer Gruppe, wir waren 11 Leute einer Meetup-Gruppe, uns durch den Stapel von Formularen durchgekämpft hatten, war Briefing angesagt. Hier wurde uns alles Schritt für Schritt erklärt. Wie der Fallschirm aufgebaut ist, wie und was für Ausrüstung wir bekommen, wie wir ins Flugzeug kommen, über den Flug, wichtig, wie wir aus dem Flugzeug wieder raus kommen, wie wir uns während des Fluges zu verhalten haben, was uns während des Fluges erwartet und schlussendlich dann die Landung. Nach 45 Minuten Briefing ging es dann los. Die erste Gruppe wurde aufgerufen, sich zur Materialausgabe zu begeben. Dort wurde jedem von uns 4 ein Instructor zugeteilt, der uns mit der nötigen Ausrüstung versorgte, uns nochmals alles erlärte und natürlich jedem einzelnen noch ein wenig Mut zu sprach. Mein Instructor war Dave, ca. 3800 Sprüngen, war Fallschirmpacker für die US-Truppen auf dem Militärflughafen Hahn im Hunsrück und wirkte durch sein Alter ein wenig zerstreut. ;-)Dann ging alles wirklich schnell. Der Aufruf, dass die ganze Gruppe zum Flugzeug kommen soll. Einsteigen, und los. Auf zur Reise zu 14000 Fuß. Auf 1000 Fuß wurde die Türe wieder geöffnet. 1000 Fuß höher begann mein Instructor Dave so langsam mich an ihn zu betonieren. Auf 12000 Fuß hies es dann Kopfhaube auf und Brille auf. Kaum auf 14000 Fuß angekommen sprang die Ampel für die Sprungfreigabe auch schon auf grün, schwupp, schwupp und die ersten 2 Springer sind draußen. Brian und ich schauten uns an mit der Frage im Blick "Mann über Bord!".
Nach kurzer Absprache gingen dann die "Tandemgruppen an den Start". Wie immer, bei den nicht so tollen Sachen wird hinten am Alphabet angefangen, somit ... Martin als Erster.
Mit meinem Instructor zusammenbetoniert bewegten wir uns langsam Richtung Türe. Dort angekommen, knieten wir uns hin, Arme verschränkt, Hände an die Schulter, Kopf in den Nacken ... "Arch, Go", mit einer Rolle zur Seite sind wir auch schon draußen.Bis Dave uns in die richtige Fluglage gebracht hatte drehten wir uns einige Male, eine leichter Schlag auf die Schulter, Fluglage eingenommen und dann wooooooow.

Für 60 Sekunden mit 200 km/h der Erde entgegen

Es ist doch alles so anders als ich mir das so vorgestellt habe. Die Erde kommt zwar näher, die Dinge werden größer, aber man hat nicht das Gefühl man schlägt jetzt gleich auf. Einfach unbeschreiblich. Dann schon wieder der leichte Schlag auf die Schulter als Zeichen um eine andere Haltung ein zu nehmen, wie, der Freifall schon vorbei, mal kurz 10000 Fuß zurück gelegt. Dave zog die Reißleine ein Ruck und dann ist es ruhig. Schön, der Falschirm hat ausgelöst und er hat auch wie versprochen funktioniert.
Auf dem Weg nach unten genießen wir den blauen Himmel die grandiose Aussicht und ich darf ein wenig üben, was passiert wenn ich an welcher Leine ziehe. Nach weiteren 5 bis 8 Minuten landen wir dann auch schon sicher auf dem Hosenboden im nassen Gras neben dem Hangar und den anderen Springern.War ein suuuuper Erlebnis, empfehle ich jedem einmal zu machen, ist halb so schlimm!!!

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